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Nach VW, Daimler und Ford nun auch BMW – Produktionsstopp

Corona hat uns alle dezent im Griff und die Maßnahmen, die eine Ausbreitung eindämmen sollen, werden immer weitreichender. Nun hat auch BMW reagiert und stoppt die Autoproduktion.

Dies verkündet BMW-Vorstandschef Oliver Zipse am Mittwoch auf der Online-Bilanzpressekonferenz. Konkret sind die europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika betroffen. Die Maßnahme soll bis zum 19. April gelten. Ausgenommen ist nur die Motorradproduktion in Berlin.

Grund: Gesundheit & Nachfrage

Als Grund für den Stopp gibt Zipse im wesentlichen zwei Faktoren an. Zum einen dürfte wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Nachfrage nach Autos in allen wesentlichen Märkten erheblich zurückgehen und zum anderen müsse die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt werden. Um die Arbeitsplätze und das Einkommen zu sichern, gäbe es drei mit dem Betriebsrat vereinbarte Instrumente: Arbeitszeitkonten, Homeoffice und Kurzarbeit. Letzteres sichert dem Tarifmitarbeiter immerhin noch 93 % seines Nettolohns.

Elektrooffensive bestärkt

Neben diesem Update zum Umgang der Coronakrise, betont Zipse erneut das Ziel der „Innovationsführerschaft“ in der Elektromobilität. Dazu werden „mehr als 30 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung in die [genommen]„, so Zipse. Vorteilhaft für BMW sei es unter anderem auch, dass sich das Unternehmen frühzeitig auf die Elektrifizierung eingelassen habe. So wurden in den vergangenen Jahren 46.000 Mitarbeiter im Bereich E-Mobilität geschult. Gut aufgestellt ist BMW dabei auch in der Rohstoffversorgung. Ab diesem Jahr kauft die BMW Group Kobalt und Lithium selbst ein und stellt die ihren Lieferanten für Batteriezellen zur Verfügung, heißt es.

… auf Kosten der klassischen Antriebe

Klar ist auch, dass eine solche Offensive mit entsprechenden hohen Ausgaben zu Einsparungen führen müssen. Ab 2021 sollen bis zu 50 Prozent der klassischen Antriebsvarianten zugunsten von zusätzlichen elketrifizierten Antrieben entfallen. Alles auch im Hinblick auf die CO2-Ziele selbstverständlich. Zu den bekannten Modellen BMW i3 und Mini Cooper SE, sollen in diesem Jahr dann noch der BMW iX3 und 2021 der BMW iNext und der BMW i4 kommen. Daneben noch zahlreiche Plug-In-Hybride.

Bleibt also abzuwarten, wie hart der Coronavirus die Hersteller treffen wird und sie ihre ambitionierten Ziele einhalten können. BMW selbst gibt sich jedenfalls zuversichtlich. Was meint ihr?

Quelle: BMW

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